00:00:04: Gebt Dive Clean Tech.
00:00:05: Dein Business, Investment und Technologietaufgang zum grüneren Wirtschaften von DWREQ.
00:00:11: Deine Moderator David Bordmann.
00:00:12: Ab geht's!
00:00:16: Herzlich willkommen, Sonja Iost.
00:00:18: Ich freue mich total dass wir uns jetzt mal kennenlernen denn Wir haben es gerade schon eben im Einstieg kurz miteinander besprochen.
00:00:24: Wir tänzeln schon seit einigen Jahren wahrscheinlich um eine andere herum um eine Podcast Aufnahme zu machen.
00:00:29: Jetzt ist das soweit.
00:00:31: Du bist Gründerin, Co-Gründerin und Geschäftsführerin bzw.
00:00:34: Das CEO von DUDECAM.
00:00:36: Hallo Sonja was macht ihr eigentlich?
00:00:38: Ja hallo
00:00:38: freut mich auch, dass du es jetzt geklappt hast sind im Bereich nachhaltiger Produktion von Chemikajen und da vor allem im Bereich tätig, wo wir uns auf die Produktion an Arzneimitteln fokussieren.
00:00:54: Arbeiten da mit den sogenannten Prinzipien der grünen chemie.
00:00:57: das bedeutet wir fahren wie kann man auch kosten kompetitiv in europa.
00:01:03: Mit nachhaltigen produktionsmethoden produzieren.
00:01:06: genau das ist erstmal zum einstieg.
00:01:08: medikamente haben uns gemerkt nachhaltig kamer zieh dass auf dem bereich den wir hier auch wirklich noch kaum beleuchtet haben und gar nicht beleuchten um so interessanter ist es natürlich.
00:01:18: vielleicht kannst du zu Beginn erst mal erklären Was ist der Unterschied zwischen einer nachhaltigen und eben nicht-nachhaltigen Produktion von Medikamenten?
00:01:27: Eine nicht- Nachhaltige Produktion für Medikamente ist Erdöl basiert.
00:01:35: Da geht es darum, dass zum einen die Hilfsstoffe, die ich brauche für die Produktion, beispielsweise Lösungsmittel aus Erd-Öl abstammen Das am Ende.
00:01:47: diese Lösungsmittel werden am Ende verbrannt und landen dann also zwei Emissionen in der Luft.
00:01:51: Das Ganze ist nicht besonders effizient.
00:01:54: auf der anderen Seite kann man natürlich auch sagen, wie kann ich jetzt in möglichst wenigen Stufen mein Arzneimittel produzieren?
00:02:02: Also dass sich möglichst wenige Building Blocks einsetzt, dass ich vielleicht Reaktionen verwende die sehr energieeffizient sind ein sehr gering Material Einsatz erfordern und solche Dinge.
00:02:16: Wofür brauchen wir
00:02:16: denn jetzt Lösungsmittel?
00:02:18: Also braucht man die bei allen Medikamenten, also ist das wirklich weit verbreitet.
00:02:23: Wie groß ist denn – vielleicht kann ich das gleich noch mit erwähnen – wie groß ist dann das CO²-Problem?
00:02:29: Kann man das in den Prozenten Tonnen Wichter KPI auch immer ausdrücken.
00:02:34: Ja, es ist halt nicht nur ein CO-Zwei Problem sondern es geht am Ende ja auch darum wie ich Kosten effizient produzieren kann.
00:02:41: und wenn ich teure Materialien einsetze, wenn ich viele Reaktionsfritte habe, wenn sich sehr viel Energie aufwenden muss um Dinge zu produzieren dann ist das am ende einfach extrem teuer.
00:02:53: Wir haben in Europa immer noch diese Denke, dass Nachhaltigkeit ein Kostenfaktor ist.
00:02:59: Das ist irgendwann mal in den Achtigerjahren entstanden als die Chemieindustrie vielleicht noch ziemlich wenig auf ökologische Produktionen wertgelegt hat und plötzlich hat alle Welt ausgespielen weil es einen sauren Regen gab verursacht durch Emissionen aus der Industrie Wälder kaputt gegangen sind gleichzeitig die Häuser korridiert sind die Materialien und so weiter.
00:03:26: Ja, dann kam man da her und hat gesagt okay liebes Minus wie könnt ihr bitte was ändern?
00:03:32: Und dann hat man angefangen Filter auf die Anlagen zu bauen usw.
00:03:35: Das waren erstmal Kostenfaktoren.
00:03:37: ja das ist alles total nachvollziehbar.
00:03:40: Die grüne Chemie geht jetzt aber ganz anders ran und sagt, wir müssen ja gar nicht diese alte Art von chemischen Reaktionen machen in den Kesseln, wo so viele toxische Emissionen entstehen.
00:03:53: sondern wir können ja auch eine komplett andere Art von Chemie machen und wir können auch von Anfang an dahin gucken, dass wir gar nicht so viel einen Abfall entdehnen darf.
00:04:03: Dass wir einfach viel effizienter die Produktionen machen das wir weniger toxische Materialien einsetzen usw.
00:04:11: Und damit beschäftigen wir uns.
00:04:13: und am Ende geht es darum Kosteporteile zu generieren.
00:04:17: So jetzt nochmal Zu deiner Frage mit den Lösungsmitteln, wofür braucht man Lösungsmittel?
00:04:22: Das ist ganz spannend.
00:04:24: Also da gibt es auch gerade sehr viel der Forderung wo man versucht auch Lösungsmittel vielleicht teilweise in der Produktion ganz ersetzen zu können.
00:04:35: Also teilweise ganz klingt jetzt erst mal wie ein Widerbruch aber das kommt halt immer so ein bisschen auf die Reaktion für drauf an ob das funktioniert oder nicht funktioniert.
00:04:44: am Ende ist es so mein kennt doch vielleicht noch aus seinem Wissen in der Reaktion findet oft in der Lösung start weiß ich einfach die Teilchen, die miteinander reagieren sollen.
00:04:56: Die müssen irgendwie in Kontakt miteinander kommen ja und ich sage jetzt mal platzwendet, weil Pfeffelstoffe nebeneinander liegen.
00:05:04: Dann kommen die halt nicht miteinander in Kontakt.
00:05:06: ja und deswegen gibt man sie in Lösung versucht das Ganze aufzulösen zu rühren vielleicht noch heißen und je mehr Energie die Bewegungsenergie diese Teilchen haben umso mehr Dosen die mit aufeinander.
00:05:19: und plötzlich findet dann eine Direktion statt.
00:05:22: und dafür braucht man diese Lösungsmittel.
00:05:26: und eine unserer Patentfamilien ist zum Beispiel wie man nicht mehr diese teuren, erdübersierten, organischen Lösungsmittel verwendet.
00:05:36: Sondern man eben auch in Wasser produzieren kann.
00:05:39: Aber das ist nur ein Aspekt von dieser günstigeren, grüneren
00:05:44: Chemie.".
00:05:45: Gut,
00:05:45: wenn wir gleich noch mal so ein bisschen drauf eingehen.
00:05:47: Ich muss vorweg schieben dass mir wahrscheinlich schon mal einen Fragen auch das ich kein Chemiker bin aber vielleicht ist es halt ein bisschen einfacher dann auf Fragen zu stellen ja auch allgemein verständlicher sind für unsere Zuhörer.
00:05:58: nochmal zurück zu den Lösungswerten die ja notwendig sind Zumindest nach der althergebrachten Weise.
00:06:05: Wie groß ist denn da das CO-Zweisch-Hartstoffpotenzial aktuell?
00:06:10: Also es werden ja Unmengen an Medikamenten weltweit hergestellt, die brauchen alle oder die meisten oder viele zumindest diese Löhungsmittel, die sind CO-zwei bzw.
00:06:19: fossilbasiert.
00:06:20: Hast du da Zahlen im Kopf, die du dir teilen kannst um eine gewisse Größenordnung zu haben wie groß das CO² Potential ist?
00:06:28: Ja also es gibt so Untersuchungen dass man ungefähr damit rechnen kann, das hundertfache manchmal tausendfache von dem Material an einen Satz was am Ende tatsächlich im Medikament enthalten ist.
00:06:42: Ja also das bedeutet wenn ich eine Einheit von Ibuprofen habe dann brauche ich manchmal hunderte, wenn nicht sogar Tausende Einheiten von solchen Lösungsmittelmolekülen um da fährt werden zu können und Das ist weit unterm Strich extrem ineffizient.
00:07:00: Und wenn das dann auch noch solche teure Lösungsmittel sind, ja?
00:07:05: Dann wird das Ganze tatsächlich dann auch zum Kostenfaktor und natürlich kann man die teilweise recyceln.
00:07:12: Das kann man aber auch nicht überall machen und Standard in der Industrie sehnt.
00:07:16: am Ende wird es verbrannt und Ja, dann dann die Emissionen in der Luft.
00:07:22: also
00:07:23: Wir wissen ja, dass zum Beispiel der Schifffahrtsektor ungefähr vier Prozent der globalen CO₂-Emission also dafür wirklich verantwortlich ist.
00:07:32: Andere Sektoren haben viel höhere Prozentzahlen, manche geringere.
00:07:37: Gibt es denn so eine Zahl?
00:07:38: Ich will jetzt auch gar nicht darauf festnagern wenn sie jetzt gar nichts mehr gibt.
00:07:41: aber gibt's denn diese Zahlen für Die Medikamentenproduktion?
00:07:45: Für die Medikamente Produktion, für sich ist mir jetzt keine zuverlässige Zahl bekannt.
00:07:52: Die gesamte MIE-Industrie, da redet man ungefähr so über fünf Prozent wenn ich mich da richtig an die Zahle erinnere der globalen Emission.
00:08:00: wir dürfen aber nicht vergessen das.
00:08:02: also es gibt Untersuchungen dass die Arzneimittelproduktion signifikant mehr für zwei Emission verursacht als Automobilbranche, also die Hersteller.
00:08:15: Also die
00:08:15: Produktion?
00:08:15: Die Produktion
00:08:16: genau!
00:08:17: Es ist ein signifikanter Teil und da hängen ja noch ganz viele andere Dinge mit dran.
00:08:26: Ja das ist der Abfall, der toxische Abfall der NSD.
00:08:29: Das gibt einen Grund warum die EU Kommission vor einigen Jahren diese Leitlinie erlassen hat non-toxic chemical.
00:08:39: Wir wollen eigentlich eine EU, wo wir da hinkommen, dass wir nicht giftige Chemikajen einsetzen, produzieren zu uns nehmen und alle Forschung, alle Entwicklungen soll eigentlich darauf ausgerichtet sein und das geht eben nur mit diesen Prinzipien der Grünen
00:09:02: Familie.".
00:09:04: Dann gehen wir doch da mal ein bisschen kurz rein.
00:09:06: Also seid ihr denn jetzt nur im Medikamentensektor tätig oder auch in anderen schemikalischen Prozessen?
00:09:15: Ich sage immer, dem Kessel wo etwas drin produziert wird ist es erst einmal egal wofür der Mensch dann am Ende diese Moleküle einsätzt.
00:09:23: Wer liebt die Produktionstechnologien?
00:09:26: Die sind die gleichen und wir sind halt die Experten die darauf spezialisiert sind chemische Moleküle möglichst effizient, Abfallarm und so weiter herzustellen.
00:09:39: Und wir haben gesagt dass unsere Markteintrittsstrategie ist das wir uns erstmal auf die Arzneimittelproduktion fokussieren weil es da einfach so einen großen Bedarf gibt.
00:09:51: also viele kennen das vielleicht auch.
00:09:54: Die Hustensefte die man dann auf einmal für seine Kinder nicht mehr in der Apotheke bekommen hat oder andere wichtige Medikamente hat man sicherlich von Freunden, Familienangehörigen gehört.
00:10:06: Es gibt in Europa über drei Hundert M-Engpässe an Wirkstoffen und auf der einen Seite und auf die anderen Seite haben wir schon über sechsundzwanzig Prozentfreie Produktionskapazitäten.
00:10:23: Das bedeutet ja, wir haben einen Bedarf Auf der anderen Seite haben wir aber sehr viele freie Kapazitäten, wo wir eigentlich produzieren könnten und irgendwie haft der Markt es nicht das hinzubekommen.
00:10:39: Und da haben wir gesagt, da müssen wir reingehen.
00:10:41: Wir müssen den Produzenten helfen, dass auch tatsächlich wieder in Europa Arzneimittel kostenkompetitiv produziert werden können.
00:10:52: Die Grüne Chemie ist für uns ein Tool um das erreichen zu können Genauso, wie halt auch Computational Models für uns ein Tool sind.
00:11:03: Also wir müssen einfach innovativer Anatomieproduktion
00:11:07: werden.".
00:11:07: So
00:11:08: das heißt mit anderen Worten jetzt Angebot und Nachfrage klaffen hier auseinander?
00:11:12: Das Hauptargument ist dann für euch jetzt gar nicht so sehr die grüne Chemie sondern einfach einen Kostenfaktor denn ihr könnt die teurere zum Faktor hundert bis tausend habe ich gerade vielleicht nicht falsch verstanden teurere Lösungsmittel, den Lösungsmitteleinsatz eben ersetzen durch ein anderes alternatives Verfahren.
00:11:30: Welches dann by the way auch noch grün ist?
00:11:32: Genau bei den Lösungsmitteln ist das tatsächlich der Fall.
00:11:35: man muss dann immer so ein bisschen hintbauen weil am Ende geht es ja auch darum wie kriege ich dann mein Produkt raus aus den Lösungen?
00:11:42: und da entdehnen dann auch wieder Kosten.
00:11:44: Aber die Lösungsmittel sind ein Kostefaktor.
00:11:48: Der höchste Kostenfaktor sind natürlich die Rohmaterialien, die dann am Ende im Arzneimittel auch tatsächlich landen.
00:11:56: Aber wir waren jetzt sehr erfolgreich und haben die erste Arzneimmittelproduktion zurückgeholt und konnten zeigen dass wir in Europa produzieren können mit diesen nach diesem Prinzipchen der grünen Chemie Und unserem Kunden noch einen günstigeren Preis anbieten, als das was da gerade in Indien bezahlt.
00:12:18: Also das ist durchaus möglich.
00:12:21: Über welche
00:12:21: Firma sprechen wir?
00:12:22: Welches Medikament kannst du davon reden?
00:12:25: also welche Firma habt ihr zurückgeholt aus Indien?
00:12:27: Welchen Wirkstoff ihr zurückholt haben?
00:12:28: dann sind wir leider an Geheimhaltungsvereinbarungen gebunden.
00:12:33: Da kann ich leider nicht zu sagen aber es wird jetzt nicht der einzige Wirkster von unserer Pipeline.
00:12:39: also wir haben volle Auftragsbücher.
00:12:41: Und also ich glaube mittlerweile hat die Industrie erkannt, dass man einfach auch Dinge ändern muss.
00:12:48: Ja wir sehen und hören das überall, dass Arbeitsplätze abgebaut werden in Europa, dass Produktscheid gestossen werden – auch in Deutschland!
00:12:59: Es ist einfach klar so wie man früher produziert hat, dass nicht die chemische Produktion der Zukunft sein kann und sein wird Ja, sondern man muss halt nach neuen Wegen suchen und genau das tun wir.
00:13:14: Das tut ihr?
00:13:15: Kannst du uns vielleicht in einigen auch einfachen Wort noch mal erklären was genau ihr dann jetzt anders macht?
00:13:21: also ist es einfach eine Alternative zu den exzessinen Lösungsmitteln oder kann man ganz auf Lösungsmittel verzichten?
00:13:27: Also was konkret macht ihr?
00:13:29: und daran klüft sich natürlich später auch nochmal die Frage dass können wir da nochmal separat beantworten.
00:13:33: euer Geschäftsmodell auch verkauft ihr etwas verändert ihr Verfahren.
00:13:37: Wir verkaufen nachhaltiger hergestellte Chemikajen, zum Beispiel Wirkstoffe oder auch sogenannte Starting Material die Ausgangsstoffe sind für diese Wirkstoffe.
00:13:49: Und wir haben uns ganz bewusst entschieden keine eigenen Produktionsverfahren aufzubauen weil wir so viele freie Kapazitäten haben und arbeiten damit einem Netzwerk an sogenannten Lohnherfdellern zusammen die für uns im Auftrag mit unseren nachhaltigen Verfahren produzieren exklusiv Und diese Materie dann an unsere Kunden empficken.
00:14:12: Ja, das sind Generika-Unternehmen und Pharmaunternehmen die daraus dann die Medikamente herstellen, die sie an Apotheken und so weiter verkaufen.
00:14:23: So was machen wir?
00:14:26: Man kann sich mit der Produktion ein bisschen vorstellen wie.
00:14:29: ich baue ein Haus.
00:14:30: Jeder Baustein ist ein chemisches Molekül und jedes Mal, wenn ich den Bausteinen aus Fundament tue, mache ich eine chemische Reaktion.
00:14:39: Nun sind schon über zweihundert Millionen unterschiedliche Bausteine bekannt.
00:14:45: Auf der anderen Seite sind ein paar tausend unterschiedliche Reaktionsarten bekannt, durch wie ich diese Bausteini jetzt zusammenklicke.
00:14:53: Und in der Chemie macht einen Untersied, ob ich jetzt vorne links mit einem kleinen Baustein anfange oder hinten rechts.
00:15:01: Ich erhalte unterschiedliche Konstruktionspläne für mein Haus und für meinen Wirkstoff.
00:15:09: Und jeder dieser Pläne unterscheidet sich bezüglich der Energie die ich aufwenden muss um dieses Haus zu bauen.
00:15:17: Bezüglich des Abfalls der Entdeht und am Ende auch bezügt.
00:15:20: jetzt für zwei Emissionen.
00:15:22: Und wir sind daraus spezialisiert, die effizientesten Konstruktionspläne für diese Moleküle auf molekulare Ebene zu identifizieren.
00:15:33: Ja das ist das und wo wir herkommen.
00:15:36: Die Wissenschaft dahinter nennt man Technosystemie.
00:15:39: Das ist die wissenschaftliche Disziplin der Produktionsprozesse und darauf sind wir spezialisiert.
00:15:49: Sozusagen dann selber mit den Lohnfertigungen ist das dann auch das Geschäftsmodell, was ihr langfristig da noch aufrechterhalten wollt.
00:15:57: Das heißt Ihr verkauft am Ende dann Wirkstoffe in den Markt hinein?
00:16:02: Genau wir verkaufen Wirkstoffe für Mikahien und das ist unser Geschäfts-Modell und da arbeiten wir ganz engen mit diesen Produzenten zusammen.
00:16:10: Das hat sich bewährt und so positionieren wir uns.
00:16:14: Wir sehen keinen Bedarf dafür selber Anlagen aufzubauen.
00:16:19: Man hat auch einen unterschiedlichen Fokus, eine Anlage zu beherzen die zu fahren.
00:16:23: Da braucht man andere Kompetenzen als das was wir machen.
00:16:28: Wir sind halt auf diese Entwicklung dieser ja ich habe es Konstruktionspläne genannt.
00:16:33: Man kann es auch Kochrezept nennen oder im englischen World of Synthesis Design dass das im großen Maßstab gut funktioniert.
00:16:44: und was sich von angesprochen hatte Weil du nach einem Beispiel gefragt hattest, wer dass man jetzt auch in Wasser produzieren kann.
00:16:52: Als anstelle von erdübersierten organischen Lösungsmitteln.
00:16:55: das ist so ein Beispiel.
00:16:56: aber insgesamt schauen wir halt, dass es möglichst wenig Produktionsstufen sind, möglichst wenig Abfall entsteht.
00:17:03: natürlich schauen wir immer, dass man günstige Rohstoffe verwendet wie nicht Energie reinstecken muss.
00:17:09: ja da sind ganz viele unterschiedliche Aspekte.
00:17:13: Wenn man sich nur auf einen einzelnen Aspekt fokussieren würde, dann würde man nicht kostenkompetitiv produzieren können.
00:17:22: Genau, also ihr habt jetzt eine Reihe von Jigstoffen die ihr jetzt schon produziert lässt, die nach eurem Kochrezept sehr gut funktionieren aber dann ist es ein Produkt.
00:17:31: mit denen geht sie jetzt quasi auf den Arzneimittelmarkt seid dann in Konkurrenz natürlich mit vergleichbaren Wirkstoffen, die anders hergestellt werden.
00:17:40: Was ist denn euer Hauptverkaufsargument?
00:17:43: Sind es tatsächlich die geringeren Kosten und das Grüne.
00:17:46: Und wie reagiert der Markt darauf, werden euch diese Werkstoffe einfach aus der Hand gerissen weil das einfach to good-to be true ist?
00:17:52: oder gibt's ja doch dann große Fragezeichen mal sie sagen ja noch nicht so geprüft oder vielleicht auch nicht so kostengünstig oder wir sind da die Mechanismen
00:17:59: Ja also einen sehr großen geopolitischen Druck, dass man auch wieder kahlproduzenten zur Gesundheitsversorgung haben möchte.
00:18:13: Das sieht man in den USA und das sieht man aber auch in Europa.
00:18:16: Und der Hintergrund ist ganz einfach.
00:18:19: Gesundheit ist Teil unserer kritischen Infrastruktur.
00:18:23: Der Staat muss sicherstellen, dass die Gesundheitsversorgerung seine Einwohner gewährleistet ist.
00:18:31: so sehr abhängig bin von anderen Nationen, die mir vielleicht auch im Zweifel nicht immer freundlich gesonnen sind.
00:18:40: Dann ist das ein sehr, sehr hohes Risiko dafür dass am Ende ich zu bleiben meiner Einwohner riskiere.
00:18:50: ja weil am Ende muss sich keine Kriege führen.
00:18:53: Ich kann einfach die Erzneimittelversorgung abstellen nach Europa und Menschen werden sterben.
00:18:59: Ja, ohne dass irgendjemand eine Waffe in die Hand nimmt.
00:19:02: Und da
00:19:02: reden wir über China jetzt vor allen Dingen?
00:19:03: Oder auch Indien?
00:19:04: oder wo ist die größte Abhängigkeit?
00:19:06: Die größte abhängigkeit ist aus Asien.
00:19:10: Die meisten Generika kommen aus Indien und China.
00:19:14: Die Sachen, die aus Indiens kommen, deren Vorprodukte kommen dann doch wieder aus China also...
00:19:20: Genau.
00:19:20: Habe ich das mal richtig in Erinnerung gehalten, dass glaube ich Antibiotika oder so innerhalb von drei Tagen wenn das China entscheiden sollte gibt es kein Antibiotika mehr.
00:19:29: Versorgung in Europa?
00:19:30: Ja also nach meinem Kennenstand gibt's noch eine Antibio-Tikaproduktion im Kunde in Österreich von der Sandoff und ansonsten haben wir keine Antibiótica Produktion mehr in Europa.
00:19:44: ja das ist natürlich extrem kritisch.
00:19:49: Am Ende, es ist halt teilweise glaube ich viel schlimmer als sich das so der normale Vöger vorstellen kann.
00:19:58: Also Paracetamol kostet glaube ich ein Kilogramm neun Euro ja?
00:20:02: Das ist so unglaublich günstig!
00:20:05: Das sind so Preise die man halt schwer treffen kann.
00:20:10: Wir fokussieren uns auf Arzneimittel wo man jetzt keine sogenannte dedicated plant benötigt.
00:20:18: Das heißt, eine Anlage die nichts anderes herfällt als Parazitamol sondern wir arbeiten mit Lohnherfdänern zusammen die Merzwerkanlagen haben die verschiedene Wirkstoffe herstellen können wo es dann nicht um zu große Turnaten geht in den Feldern wo die Preise so niedrig sind ja das keine Ahnung.
00:20:41: ne Flasche Wein kostet mehr.
00:20:43: als wenn ich jetzt irgendwie ein kilo von der matzeimittel kaufen würde dann muss eigentlich der start ran und das regulieren.
00:20:52: genauso wir haben es gesehen bei der energieversorgung wenn wir zu abhängig werden von außen.
00:20:58: Das ist aber etwas, wo momentan noch viel zu wenig passiert.
00:21:02: So ich höre es aber raus!
00:21:03: Was ist ja vorhin das geopolitische Argument angeführt?
00:21:06: Was ja total nachvollziehbar ist – zurecht hast du auch auf andere Bereiche, wo wir auch ähnlich verletzbar sind Energieversorgung und dann auch Chipindustrie und so weiter und so fort Also eben auch im Bereich Medikamenten Verstanden.
00:21:19: Aber was heißt das denn jetzt im Markt?
00:21:21: Weil das einzelne Unternehmen denkt da jetzt nicht geopolitisch und man muss ja erstmal sehr ökonomisch denken Das geht dann die Schwierigkeit los, weil hier dann doch ein Konkurrent steht mit noch sehr viel günstigeren Wirkstoffen als ihr sie selber herstellen könnt.
00:21:35: Naja das Beispiel was ich schon gesagt hatte war ja wir haben niedrigeren Preis anbieten können als das was der Kunde gerade in Indien bezahlt.
00:21:45: Es ist ja nicht immer so dass alles aus Asien günstig ist Sondern unsere These war ja, wir sind angetreten dafür gesagt haben.
00:21:53: Wir können auch günstiger in Europa produzieren wenn wir mit neuer innovativer Chemie produzieren.
00:22:01: Das haben wir gemacht und das haben wir zeigen können.
00:22:04: Das geht aber nicht für alle Arten von Wirkstoffen, ja für diese neun Euro pro Kilogramm Wirkstoffe geht das natürlich nicht sondern da bräuchte man ganz andere Anlagen usw.
00:22:15: Aber
00:22:15: ist es eine Frage der Skalierung dann oder eine Frage dann der Regulatorik?
00:22:19: Dass ihr tatsächlich auch einfach die Politik, die EU oder vielleicht auch erstmal nationale Regierung wie die deutsche Bundesregierung braucht weiß ich nicht, Medikamentenherstellern eine gewisse Quote an inländischen hergestellten Wirkstoffe vorschreibt.
00:22:34: Ich denke sowas wäre mit Sicherheit vernünftig.
00:22:39: ja da findet auch gerade eine große Diskussion statt sogenannte lokal Content-Vorgaben also dass man sozusagen lokal produzierte Prozentangaben sozusagen hat wie du es gerade beschrieben hast.
00:22:54: dazu sagen, weil du gemeint hast es ist erstmal nicht das Problem von den Kunden.
00:23:00: Am Ende ist es aber auch deren Problem, weil sie haben ja auch Lieferverpflichtungen gegenüber den Krankenkassen und so weiter.
00:23:08: Das heißt wenn ihre Supply-Drain ihre Lieferkette zusammenbricht dann haben Sie ein Riesenproblem.
00:23:14: Und deswegen gibt es schon lange auch die Devise dass man versucht Nicht nur einen Lieferanten zu haben, sondern mehrere Lieferenden und möglichst auch aus unterschiedlichen Regionen.
00:23:27: Also das sind ganz normale ökonomische Anreize die da eine Rolle spielen.
00:23:35: Das wird erst mal nicht vom Markt vorgegeben oder so aber das machen die Unternehmen von sich aus.
00:23:41: Und das heißt, so wie wir uns positioniert haben, dass wir aus Europa hergestellte kostenkompetitive Arzneimittel liefern können.
00:23:53: Das ist natürlich für die Superklasse bei die Händering danach suchen und die nachhaltigen Produktionsmethoden, die bezeichnen wir sozusagen als future proof.
00:24:06: Ja,
00:24:06: d.h.,
00:24:07: die Dinge, die wir heute produzieren Die werden in der Zukunft, egal wie der regulatorische Rahmen sich verändert immer noch auch den Anforderungen angemessen sein.
00:24:20: Ja deswegen halt dieses Fütler-Proof positionieren wir uns auf dem Markt.
00:24:27: Sehr schön, dann lass uns doch vielleicht zum Endesgesprächsaufwand mal ganz kurz über euch sprechen.
00:24:31: also seit wann seid ihr unterwegs?
00:24:33: Ich weiß hier seid ja schon auch ein bisschen länger unterwegs.
00:24:35: da gab es auch schon mal Namenswechsel.
00:24:38: was hat das da auf sich?
00:24:39: wie groß seid ihr aktuell?
00:24:41: Wie seid ihr finanziert?
00:24:43: Was sind so die nächsten Schritte?
00:24:44: Vielleicht kannst du da einfach nochmal paar Daten zahlen und Fakten raushauen.
00:24:48: Ja gerne!
00:24:49: Also das ist mein zweites Unternehmen.
00:24:51: Das erste Unternehmen hat Entwicklungsdienstleistungen angeboten, war eine Ausgründung aus Saatio Berlin.
00:24:58: Und nachdem das erste Unternehmen, nach dem wir das Profitabel gemacht hatten ohne irgendeinen Risikokapital, da haben wir uns dann das Management-Team vom ersten Unternehmen überlegt wie können wir das was wir gelernt haben und was wir gesehen haben in der Industrie auch tatsächlich skalieren?
00:25:16: Da haben wir es dann entschlossen gehabt das neue Unternehmen Doodcamp zu gründen.
00:25:21: Und das war so Ende, zwanzig, neunzehn, dass wir Dudkem gegründet haben.
00:25:29: Weil das erste Unternehmen habt ihr dann quasi eingestellt oder verkauft?
00:25:32: Oder ist das einander
00:25:33: übergegangen?
00:25:34: Nee, nee, das gibt es immer noch.
00:25:35: So und da neue Unternehmen ja, da kam Covid, dann waren wir erst mal mit anderen Dingen beschäftigt und haben dann Ende, Zwanzig-zwanzig eigentlich den Operations gestartet.
00:25:49: Wir sind über europäische Finanzinvestoren finanziert.
00:25:55: Dazu gehören sehr renommierte Venture Capital Unternehmen wie zum Beispiel Vorwerk Ventures oder Bitur Ventures, wir haben etwas kleinere Fonds mit drinnen auch so z.B.
00:26:09: Oder einen sehr bekannten Britischen von kleinen Ventures.
00:26:15: darüber sind wir finanzieren.
00:26:17: und Ja, es sind jetzt auch gerade in der Vorbereitung von einer neuen Finanzierungsrunde und denken das ja auf der einen Seite haben wir eben diese vollen Auftragsbücher.
00:26:31: Auf der anderen Seite haben die erste Tech-Transfer gemacht zu Produzenten wo wir eben auch zeigen konnten was wir vorher immer gesagt haben was möglich ist dass man auch profitabel in Europa produzieren kann mit niedrigeren Preisen, dass das auch tatsächlich funktioniert zusammen mit den Lohnherzellern.
00:26:53: Also ich glaube wir haben alles gemacht was man hätte machen können und freuen uns jetzt auf die Skalierung.
00:27:00: Top!
00:27:00: Das heißt ihr seid jetzt vor allen Dingen auch auf weitere Investoren Suche.
00:27:05: wie groß wird hier Runde?
00:27:07: Kann man das nochmal nutzen als Aufruf sich bei euch zu melden oder seid ihr schon komplett oversubscribed?
00:27:11: oder wie kann man es dir erst vorstellen?
00:27:13: Also wir wollen jemals zwölf Millionen Wesen, ja und sind da gerade in sehr guten Gesprächen.
00:27:22: Man kann sich gerne immer melden wenn man mithelfen will dass wir hier auch eine neue Art von Industrie in Europa aufbauen.
00:27:31: du hast es eingangs gesagt Wir kennen uns für ein paar Jahre.
00:27:34: das ist wo ich mein Leben vor einigen Jahren drauf gewidmet habe, weil ich einfach wie gut wir im Innovationsbereich sind.
00:27:44: Man kennt jetzt mich und meinen Gesicht nach außen hin aber ich hab unglaublich tolle, unglaublich smarte Leute Und mir geht immer das Herz auf wenn ich sehe was für tolle Arbeit die machen.
00:27:56: Ich sage immer meine Aufgabe ist es dafür Sorge zu tragen dass clevere Leute ihren Job machen dürfen.
00:28:04: Ich denke, dass eine stabile Industrie, eine stabille Wirtschaft auch wichtig ist für eine stabil politische Lage in unserem Land.
00:28:14: Und ja da will ich mithelfen.
00:28:17: Super doch ein schönes Schlusswort vielleicht an dieser Stelle.
00:28:20: Schau dir das zum Team!
00:28:23: Du bist eine tolle Unternehmerin Sonja.
00:28:24: du machst halt vielen, vielen Jahren dieses Thema grüne Chemie der sind ja gar nicht so viele unterwegs nach meiner Beobachtung zumindestens Und da kann man dir und euch natürlich nur ganz, ganz viel Glück wünschen.
00:28:34: Ganz herzlichen Dank erst mal für das tolle Gespräch!
00:28:36: Ich hoffe, dass wir uns irgendwann weiter zu einem Update noch einmal verabrehen und schauen wie weit seid ihr denn?
00:28:41: Man kann euch nur viel Erfolg wünscht und ganz herzliche Dank dir!
00:28:43: Ja, vielen, vielen Dank für die Einladung und danke dir hat mir auch viel Spaß gemacht.
00:28:53: Wir hoffen dir es gefallen.
00:28:55: Wenn's so ist würden wir uns sehr über eine positive Bewertung und ein Abo freuen.
00:29:00: Falls du noch tiefer ins Thema
00:29:01: eintauchen möchtest oder Kontakt zu unseren GesprächspartnerInnen
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